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Saison · Planung

Weihnachtsgeschäft: Dein Dezember entscheidet sich jetzt

Der Dezember ist für viele Betriebe der stärkste Monat im Jahr. Aber das gebuchte Geschäft entscheidet sich nicht im Dezember — sondern jetzt, im Herbst.

Kurz erklärt: Firmen, Vereine und große Gruppen buchen ihre Weihnachtsfeiern im Herbst. Wer im Dezember noch nach Terminen sucht, findet nur noch die Reste. Wer jetzt ein klares Angebot hat, bekommt die guten Abende.

Was du diese Woche erledigen kannst

  1. Ein festes Weihnachtsmenü festlegen und durchkalkulieren
  2. Eine Getränkepauschale zum Festpreis bauen
  3. Deine Anzahlungsregel aufschreiben
  4. Das Angebot auf die Website stellen — und die Firmen in deiner Nähe direkt ansprechen

✓ Das solltest du tun

  • Ein eigenes Festmenü bauen — nicht deine normale Karte mit einem Stern drauf. Zwei bis drei Varianten reichen.
  • Immer eine vegetarische und eine vegane Option anbieten. Eine Gruppe kommt nur, wenn alle etwas finden.
  • Allergien und Wünsche bei der Buchung abfragen, mit einem kurzen Fragebogen. Am Abend selbst ist es zu spät.
  • Die Gruppe ihr Menü vorab wählen lassen. So kann deine Küche vorbereiten.
  • Eine Getränkepauschale zum Festpreis pro Person anbieten — dort liegt deine Marge.
  • Eine Anzahlung nehmen, zum Beispiel 30 % bei der Buchung.
  • Ein oder zwei eigene Gerichte festlich anrichten, damit man sich an dich erinnert.

✗ Das solltest du vermeiden

  • Bis Dezember warten. Dann sind die guten Termine längst vergeben.
  • Die normale Karte für Gruppen anbieten. Das macht die Küche langsam und den Wareneinsatz unplanbar.
  • Den Menüpreis nach Gefühl festlegen, statt ihn durchzurechnen.
  • Getränke einzeln abrechnen und hoffen, dass es am Ende passt.
  • Ohne Anzahlung große Runden fest einplanen.
  • Ein austauschbares Standardmenü anbieten, das überall so stehen könnte.
  • Allergien erst am Tisch klären, wenn die Küche schon läuft.

Die Marge liegt im Glas

Auf dem Teller ist die Marge bei Festmenüs meist dünn. Bei Getränken ist sie deutlich höher. Deshalb lohnt sich eine Getränkepauschale: ein fester Preis pro Person für ein Zeitfenster, zum Beispiel zwei Stunden mit ausgewähltem Wein, Wasser und Softdrinks.

Du rechnest dabei mit dem Durchschnitt pro Person. Manche trinken mehr, manche weniger — das gleicht sich über eine Gruppe aus. Ein Beispiel mit angenommenen Zahlen:

Wein, ca. 0,4 l pro Person3,20 €
Wasser, ca. 0,5 l0,25 €
Softdrink, ca. 0,3 l0,25 €
Wareneinsatz pro Person3,70 €
Bei ca. 20 % Wareneinsatz: Netto-Preis~18,50 €
Mit 19 % Mehrwertsteuer~22 €
Beispielzahlen. Deine Einkaufspreise und Mengen sind anders — rechne mit deinen eigenen. Plan einen kleinen Puffer ein.

Mit optionalen Upgrades hebst du den Bon, ohne dass dein Grundpreis wackelt: ein Premium-Paket mit besseren Weinen oder ein Sektempfang zur Begrüßung.

Die Anzahlung ist kein Misstrauen

Eine Anzahlung schützt dich vor Ausfällen und trennt ernsthafte Buchungen von unverbindlichen Anfragen. Gerade bei Firmen wirkt eine klare Regel professionell, nicht abschreckend. Wichtig ist nur, dass du sie gleich bei der Buchung offen sagst.

Wer im Herbst vorbereitet, geht entspannt in den Dezember. Wer wartet, rennt hinterher.
Rechne deine Getränkepreise richtig →
Der Getränke-Rechner zeigt dir Wareneinsatz und Marge pro Glas. Kostenlos, ohne Anmeldung.

Für dein Festmenü hilft dir der Wareneinsatz-Rechner beim Kalkulieren — und mit dem Produktpass hast du die Allergene jedes Gerichts sauber dokumentiert, wenn die Fragebögen zurückkommen.

Ehrlich gesagt: Ein gutes Weihnachtsangebot macht aus einem schwachen Betrieb keinen starken. Aber es sorgt dafür, dass dein stärkster Monat auch wirklich stark wird — statt dass du im Dezember Tische leer hast, während andere ausgebucht sind. Die Zahlen oben sind Beispiele: Rechne immer mit deinen eigenen Einkaufspreisen.