Kalkulation · Grundlagen
Einen Preis für dein Gericht festlegen
Du hast ein neues Gericht. Jetzt fehlt der Preis. Viele schätzen ihn nur — und verschenken so jeden Tag Geld. Hier steht, wie du es richtig machst.
Kurz erklärt: Der Preis hängt von zwei Dingen ab. Erstens: Was kostet dich das Gericht? (der Wareneinsatz — der Preis aller Zutaten für eine Portion). Zweitens: Wie viel Marge brauchst du für Personal, Miete und Gewinn? Erst rechnen, dann Preis.
✓ Das solltest du tun
- Rechne zuerst den Wareneinsatz aus: alle Zutaten für eine Portion.
- Denk an alles — auch Öl, Salz, Beilage, Soße und Garnitur kosten Geld.
- Rechne den Schwund mit ein: Reste, verdorbene Ware, Fehler.
- Nimm eine Zielquote: bei Speisen oft 25–35 %. Beispiel: Kostet das Gericht 3 €, liegt der Netto-Preis bei etwa 9–12 €.
- Rechne netto. Die Mehrwertsteuer (bei Speisen 7 %) kommt oben drauf — sie ist nicht dein Geld.
- Schau auf den Deckungsbeitrag: Netto-Preis minus Wareneinsatz. Diese Zahl bleibt dir.
- Runde am Ende sauber: 9,90 € wirkt besser als 9,73 € — und ist leichter zu kassieren.
✗ Das solltest du vermeiden
- Den Preis nur nach Gefühl festlegen. Gefühl ist kein Ersatz fürs Rechnen.
- Nur auf die Konkurrenz schauen. Der Nachbar hat andere Kosten als du.
- Beilagen und Soßen vergessen. Kleine Posten fressen die Marge.
- Den Brutto-Preis mit dem Wareneinsatz vergleichen. Rechne immer netto.
- Angst vor einem fairen Preis. Ein zu billiges Gericht bringt viel Arbeit und wenig Geld.
- Alle Gerichte gleich kalkulieren. Manche vertragen mehr Aufschlag als andere.
Erst rechnen, dann Preis. Dein Bauchgefühl schätzt — der Rechner weiß.
Rechne dein Gericht in 2 Minuten aus →
Kostenlos, direkt im Browser: der Wareneinsatz-Rechner.
Übrigens: Nicht jedes Gericht braucht den gleichen Aufschlag. Welche Gerichte deine Karte wirklich tragen, zeigt dir der Menu-Engineering-Rechner.